Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
★★★★★ 4.5 · 56
Franziska VogtFranziska Vogt28.07.2026ZUR ANLEITUNG

Ein lockerer Messy Bun sieht aus, als hätte man ihn in zehn Sekunden hingeworfen – genau das ist die hohe Kunst dahinter. Ich zeige dir in diesem Tutorial Schritt für Schritt, wie aus glattem, offenem Haar in sechs Handgriffen ein Dutt entsteht, der bewusst unperfekt wirkt, ohne dabei auseinanderzufallen. Kein Diffusor, keine zwanzig Nadeln – nur die richtige Reihenfolge.

Der Ausgangspunkt: glattes, gebürstetes Haar

Langes blondes Haar wird glatt gebürstet als Basis für den lockeren Messy Bun Tutorial vorbereitet.

Bevor der Messy Bun überhaupt entstehen kann, steht auf dem ersten Bild genau das, was viele überspringen: glattes, sauber durchgebürstetes Haar, komplett offen, Rücken zur Kamera. Das wirkt fast widersprüchlich – ein Look, der am Ende bewusst unordentlich aussehen soll, startet mit der ordentlichsten Ausgangslage überhaupt.

Der Grund ist simpel: messy bedeutet nicht wirr, sondern kontrolliert locker. Wenn du mit Knoten oder ungleichmäßigen Strähnen beginnst, verteilt sich die Textur später unregelmäßig, und einzelne Partien wirken eher zerzaust als lässig. Eine glatte Basis lässt dich später gezielt entscheiden, wo Volumen entstehen soll – nicht der Zufall.

Wenn dein Haar von Natur aus schon etwas Welle hat, wie hier gut zu erkennen, brauchst du später weniger nacharbeiten. Bei sehr glattem, feinem Haar lohnt sich vorher ein leichtes Texturspray an den Längen, sonst rutscht der Dutt im Laufe des Tages eher auseinander.

Hochdrehen statt straff hochbinden

Beide Hände drehen das Haar locker Richtung Hinterkopf, der zentrale Schritt im lockeren Messy Bun Tutorial.

Auf dem zweiten Bild greift sie mit beiden Händen ins volle Haar und dreht es locker Richtung Hinterkopf – noch nicht fixiert, die Strähnen fallen an den Seiten noch lose heraus. Genau dieser Zwischenschritt entscheidet über den ganzen Look.

Ein klassischer Dutt entsteht meist über einen straffen Pferdeschwanz, der danach aufgedreht wird. Für den lockeren Messy Bun lässt du diesen Umweg weg und sammelst das Haar direkt in einer sanften Drehung.

  • Höhe wählen: Setze den Ansatz etwas höher als für einen klassischen Dutt, das gibt später mehr Spielraum für Volumen an der Krone.
  • Nicht glätten: Lass die Drehung bewusst uneben, kleine Unregelmäßigkeiten sorgen später für die gewünschte Textur.
  • Locker halten: Zu festes Drehen zieht das Deckhaar straff und nimmt der Frisur die Weichheit im Gesicht.

Das Gummi: dünn, aber entscheidend

Ein dünnes Haargummi wird um den losen Dutt gewickelt, ein wichtiger Kniff im lockeren Messy Bun Tutorial.

Jetzt kommt das dünne Elastikband ins Spiel, auf dem dritten Bild mitten in der Bewegung zu sehen, während beide Hände es um die Drehung ziehen. Der Dutt ist an dieser Stelle noch locker und unfertig – und das soll er auch bleiben.

Warum ein dünnes Gummi den Unterschied macht

Ein dickes, auffälliges Haargummi drückt sich in die Drehung und hinterlässt später eine sichtbare Kerbe, gerade bei feinerem Haar. Ein dünnes, elastisches Band dagegen hält genug Spannung, ohne die Struktur zu zerdrücken. Du wickelst es zwei- bis dreimal um die Basis, ziehst es straff genug, dass nichts herausrutscht, aber nicht so fest, dass die Kopfhaut spannt.

Ein ehrlicher Hinweis: Wenn dein Haar sehr dicht oder schwer ist, reicht ein einfaches Gummi manchmal nicht aus. Dann lohnt sich ein zweites, dünnes Band als Sicherung.

Volumen herausziehen

Finger ziehen einzelne Strähnen aus dem Dutt, damit der lockere Messy Bun mehr Volumen bekommt.

Am vierten Bild beginnt die eigentliche Verwandlung: Beide Hände greifen von oben in den Dutt und ziehen einzelne Strähnen an den Seiten wieder heraus. Die Form ist an dieser Stelle noch asymmetrisch, fast ein bisschen chaotisch – genau richtig.

Der Unterschied zwischen einem strengen Dutt und einem lockeren Messy Bun entsteht nicht beim Zusammenbinden, sondern erst danach, wenn du dem Haar wieder erlaubst, ein Stück Kontrolle zurückzugewinnen.

Ziehe dabei gezielt an mehreren kleinen Partien statt an einer großen Strähne. So bleibt genug Substanz im Dutt, damit er seine Form hält, während an der Oberfläche Bewegung entsteht. Arbeite von der Seite zur Mitte vor, nicht andersherum – sonst löst sich der Ansatz zu früh.

Wenn dein Haar sehr fein ist, zieh vorsichtiger und an weniger Stellen, feines Haar verliert schneller komplett den Halt als dickeres Haar.

Feinschliff: Enden verstecken, Krone auflockern

Nahaufnahme zeigt, wie lose Enden in den Ansatz des lockeren Messy Bun getuckt und die Krone aufgelockert wird.

Die Nahaufnahme im fünften Bild zeigt den Feinschliff: Finger arbeiten locker gebliebene Enden in den Ansatz des Dutts hinein, während die Krone gleichzeitig aufgelockert wird. Ein paar Strähnen rund ums Gesicht bleiben bewusst offen.

  1. Enden sichern: Kurze, abstehende Spitzen steckst du mit den Fingern zurück in die Basis, ohne dass sie sich abzeichnen.
  2. Krone formen: Mit leichtem Druck von oben drückst du die Drehung etwas auseinander, das rundet die Silhouette ab.
  3. Gesicht rahmen: Zwei bis drei feine Strähnen an den Schläfen lässt du bewusst heraushängen, das weicht die Kontur am Gesicht auf.

Dieser Schritt braucht am wenigsten Zeit, entscheidet aber, ob der Bun am Ende fertig oder halbfertig wirkt. Nimm dir hier ruhig dreißig Sekunden mehr, es lohnt sich.

Das fertige Ergebnis

Der fertige lockere Messy Bun sitzt hoch am Kopf mit weichen Konturen-Strähnen im Nacken.

Im letzten Bild sitzt der fertige Messy Bun hoch am Hinterkopf, voll und texturiert, mit weichen Konturen-Strähnen, die locker in den Nacken fallen. Kein einzelnes Haar liegt perfekt an, und genau das macht den Look tragbar für den ganzen Tag.

Ein Fixierspray ist an dieser Stelle optional. Wenn du feines Haar hast, reicht meist ein leichter Sprühnebel aus der Distanz, damit die Textur erhalten bleibt, ohne steif zu wirken. Bei dickerem, welligem Haar wie hier auf dem Bild hält der Dutt oft auch ganz ohne Spray den ganzen Tag über.

Weitere Pinterest-Ideen

Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten

Für den Alltag lässt sich diese Frisur in unter fünf Minuten wiederholen, sobald die Handbewegung einmal sitzt. Für einen Abendtermin kannst du dieselbe Basis nehmen und nur die Strähnen an den Seiten gezielter formen.

Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
DIY-Anleitung Pin
Lockerer Messy Bun - Tutorial Für Den Entspannten
4.5 · 56 Bewertungen
In diesem lockeren Messy Bun Tutorial zeige ich dir sechs einfache Schritte zu einem mühelosen Look, der hält, Volumen zeigt und wirklich jeden Alltag gelingt.
Hochsteckfrisurlockerer messy bun tutorial
VORBEREITUNG2 Min
Arbeitszeit5 Min
GESAMTZEIT7 Min
Ergebnis1 Frisur
SchwierigkeitEinfach
Kostenca. 3 €
Material
  • Werkzeug
Schritte
1
Haar vorbereiten
Bürste das Haar vollständig glatt und knotenfrei durch. Trage bei feinem Haar optional etwas Texturspray in die Längen.
2
Haar sammeln und drehen
Greife mit beiden Händen ins gesamte Haar und drehe es locker in Richtung Hinterkopf, ohne die Drehung fest zu straffen.
3
Position festlegen
Halte die Drehung an der gewünschten Höhe fest, für den lockeren Look etwas höher als bei einem klassischen Dutt.
4
Mit Elastikband fixieren
Wickle ein dünnes Haargummi zwei- bis dreimal um die Basis der Drehung, straff genug zum Halten, aber ohne die Kopfhaut zu spannen.
5
Volumen herausziehen
Greife von oben in den Dutt und ziehe einzelne kleine Strähnen an den Seiten locker heraus, arbeite von außen nach innen.
6
Enden eintucken
Stecke abstehende, kurze Spitzen mit den Fingern zurück in den Ansatz des Dutts.
7
Krone auflockern
Drücke mit leichten Fingerbewegungen von oben auf die Drehung, damit die Silhouette runder und voller wirkt.
8
Strähnen ums Gesicht lösen
Zieh zwei bis drei feine Strähnen an den Schläfen heraus, um die Gesichtskontur weich zu rahmen.

Gut zu wissen: eure Fragen

Wie lange hält ein lockerer Messy Bun im Alltag?

Bei welligem oder dickerem Haar hält die Frisur meist einen ganzen Tag ohne Nachbessern, feines Haar profitiert von einem leichten Fixierspray nach dem letzten Schritt.

Funktioniert der Messy Bun auch bei kurzem Haar?

Ab Schulterlänge lässt sich die Technik gut umsetzen, bei kürzeren Längen fehlt oft die Substanz für die lockere Drehung, dann helfen ein paar zusätzliche Haarnadeln an der Basis.

Muss ich vorher unbedingt Texturspray verwenden?

Nein, das ist optional. Bei Naturwelle wie im Beispiel reicht glattes, sauberes Haar völlig aus, nur bei sehr feinem oder frisch gewaschenem Haar gibt Spray zusätzlichen Halt.

Das könnte dir auch gefallen

Kurz zusammengefasst

Am Ende steht ein Dutt, der nach einem entspannten Morgen aussieht, aber genau den sechs Schritten folgt, die du jetzt kennst. Probier die Reihenfolge ein paarmal aus, bis die Bewegung in den Händen sitzt – dann brauchst du irgendwann keinen Spiegel mehr dafür.

Neue Beiträge direkt in dein Postfach!

Abonniere und erhalte unsere neuen Projekte zuerst!

Kommentare
Noch keine Kommentare — sei die Erste!
Schreib einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bewertung (optional)